Wenn als Drehbuchautor und Regisseur der Name Frank Darabont nicht im Abspann einer Stephen King-Verfilmung steht, ist stets Skepsis angesagt. Darabonts Visionen von "The Green Mile" und "Die Verurteilten" waren mitreißend und tadellos. Aber vielleicht muss man diese Filme auch getrennt von anderen King-Verfilmungen sehen, denn allzu viele Monster, Geister und sonstige Horrorgestalten tauchen dort auch nicht auf – und wenn sie es tun, kann man dies auch hervorragend zeigen, wie Kubricks "Shining", Reiners "Misery" oder Cronenbergs "Dead Zone" bewiesen haben.
Doch wie verhält es sich nun mit der Umsetzung der Geister-Kurzgeschichte "1408"? Wir dürfen zufrieden sein! Regisseur Håfström gelingt es, eine gruselige Atmosphäre aufzubauen, der man sich nicht entziehen kann. Die Tatsache, dass sich der Film hauptsächlich nur in einem Hotelzimmer abspielt, erhöht die klaustrophobische Wirkung ungemein. Verstärkt wird das Ganze noch durch Cusacks großartige schauspielerische Leistung, die einen selbst fühlen lässt, was seine Filmfigur durchmacht. Wie sich sein zynischer und gleichzeitig absolut trauriger Charakter wandelt und er in Regionen seiner Selbst zurückgestoßen wird, die er eigentlich nicht antasten will. Ist alles nur eine Halluzination, hervorgerufen durch die schmerzvollen Erinnerungen an die Vergangenheit, oder ist das Grauen am Ende Wirklichkeit? Unterstützt wird das Horrorszenario vor allem (mal mehr oder weniger subtil) durch die unzähligen Geräusche und Soundeffekte, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen.
Fazit: Insgesamt ist "Zimmer 1408" ein gelungener Gruselspaß, der Zuschauern mit schwachen Nerven noch die ein oder andere schlaflose Nacht bereiten wird. Lediglich das Ende schwächelt eindeutig und hinterlässt den Eindruck, dass den Drehbuchautoren die Puste ausgegangen ist, sie am Schluss nichts wirklich zusammenfügen konnten und wir im großen und ganzen schlussendlich nur eine Ansammlung von höchst effektiven Spukmomenten zu sehen bekamen. Dennoch sehenswert!