Jack Black gilt nicht umsonst als DER amerikanische Comedian, denn in Komödien wie "Neid", "School Of Rock", "Nacho Libre", "Abgedreht" oder "Tropic Thunder" hat er bewiesen, was er am besten kann: Volle Kanne alles geben, und das reicht von subtiler Komik bis hin zu plattem Ulk. Körperlichkeit, Grimassen, Sprachwitz, Musikalität und Gespür für den richtigen Moment - der Kalifornier hat alles, was ein humorvolles Herz begehrt. In seiner neuesten Rolle als Steinzeitprolet geht er wiederum in die Vollen, allerdings scheitert die Komödie des beliebten Regisseurs und Drehbuchautors Harold Ramis ("Und täglich grüßt das Murmeltier", "Reine Nervensache", "Teuflisch", "The Ice Harvest") an ihrem flachen Humor, der sich hauptsächlich auf Kopfnüssen und Fäkalwitzen gründet. Da hat man schon wesentlich bissigere Beiträge zu den jungen Jahren unserer Zeitrechnung gesehen, allen voran natürlich "Monty Python - Das Leben des Brian", in dessen Schatten sich "Year One" zu schlagen versucht. Dass das deutlich misslingt, sagt natürlich noch nicht, dass der gesamte Film misslungen ist. "Year One" ist leichter Humor, der keinem weh tut, außer den sich beständig auf die Fresse legenden Protagonisten.
Der von Judd Apatow lediglich produzierte, nicht aber geschriebene Klamauk stellt sich nicht bloß als wenig anspruchvoll heraus, es fehlt ihm auch an spritzigen Dialogen und einem kernigenDrehbuch. Auf zu ausgetretenen Pfaden bewegen sich Jack Black und Michael Cera ("Superbad", "Juno; "Extreme Movie") als Steinzeitkumpanen durch die Geschichte. Dabei wird auf Ironie oder hintergründigen Humor zugunsten von Klamauk verzichtet, obwohl doch auch historische Begebenheiten Potential für scharfe Pointen oder Bezüge hergeben hätten können. Da hilft auch nicht, dass Oliver Platt ("Lake Placid", "Ready to Rumble"), der als Stand-Up-Comedian bekannte David Cross ("Men in Black", "Chain of Fools", "The Grand") oder der erst kürzlich in "Nachts im Museum 2" eine fabelhaft komische Rolle als Pharao abgebende Hank Azaria ("Große Erwartungen", "Eulogy") mit von der Partie sind.
Unterm Strich schafft es "Year One" über seine immerhin fast 100 Minuten schlicht zu unterhalten, Anspruch, mehr als die übliche Zahl an Anspielungen oder gar erinnerngswürdige komische Momente hat die Produktion nicht zu bieten.
Fazit
Nicht mehr als schlichte Unterhaltung