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It's alive

It's alive

Das Glück von Frank und Nicole Davis scheint perfekt, nachdem der erfolgreiche Architekt und seine schwangere Frau ein neues Haus auf dem Land bezogen haben. Nach nur sechs Monaten Schwangerschaft bringt Nicole per Kaiserschnitt ein voll entwickeltes Baby zu Welt. Doch als sie aus der Narkose erwacht, findet sich Nicole in einem blutüberströmten Raum wieder – Ärzte und Geburtshelfer wurden bestialisch ermordet. Ihr Kind scheint anfangs wohlauf, doch schon bald müssen die jungen Eltern feststellen, dass mit dem Baby etwas nicht stimmt …

5,20 / 10
Drehbuch

3,00 / 10
Darsteller

6,00 / 10
Technik

7,00 / 10
Inhaltswertung

5,00 / 10

Kommentar zum Inhalt

Was Larry Cohens Original aus den 70er Jahren (ebenso wie das erste Sequel) auszeichnet, ist der dreckige, kernige Look. Der Schrecken entfaltet sich, weil der Film triste Realität nimmt, um seinen monströsen Schrecken darin einzubetten. Das Remake hingegen ist Hochglanz. Die Umsetzung von Regisseur Josef Rusnak ist routiniert, alles ist schön sauber, die Art Direction hat hübsch gearbeitet und die Kameraleistung kann sich auch sehen lassen. Das wäre per se ja nicht schlecht. Eine routinierte Umsetzung kann schon (fast) alles sein, was man braucht. Aber bei IT'S ALIVE möchte der Funke nicht überspringen. Die Geschichte bleibt - so wie das Baby - seelenlos und, das noch weit schlimmer, erstaunlich spannungsarm.

Dabei macht das Remake gar nicht den Fehler, zu nahe an der Vorlage zu kleben. Erzählt wird einigermaßen eigenständig, so dass man diesen Film auch locker als weiteres Sequel hätte ansehen können. Was Original und Remake gemein ist, ist die Konzentration auf die Frage, was Eltern tun, um ihr Kind zu schützen, was sie bereit sind, auszublenden. Der Aspekt der Hatz auf das kleine Monster, der im Original deutlich stärker vertreten war, ist hier nur schmückendes Beiwerk. Psychiater und Polizei sind eigentlich nur dafür da, kurz aufzutauchen und neues Kanonenfutter für das Killerkind darzustellen.

Die Entscheidung, das Kind praktisch gar nicht zu zeigen, muss auch kritisiert werden. Selbst am Ende gibt es kaum etwas zu sehen. Einmal kurz ein Gesicht, das aus der Mülltonne rausschaut und nach weniger als einer Sekunde verschwindet, ist nun wirklich alles andere als befriedigend. Dabei hätte es die Technik heutzutage erlaubt, weit mehr aus der Idee des Monsterbabys zu machen, als es Larry Cohen in den 70er rein logistisch möglich gewesen ist.

Einziger echter Lichtblick des Films ist Bijou Phillips, keine 30 Jahre alt, aber mit fünf Filmen mittlerweile ein alter Hase im Horror-Genre, deren Darstellung der Mutter packend ist. Mit wenig Worten, aber viel Mimik, macht sie das Entsetzen eines Menschen greifbar, der ein Monster als Kind hat, aber es zu schützen versucht - und am Ende nicht nur an der Aufgabe zerbricht, sondern den einzigen Weg wählt, um sich selbst und ihrem Kind Frieden zu schenken.

Fazit

Hochglanzprodukt der verschenkten Chancen.

(Peter Osteried)

Genre
Horror
Land
USA
Jahr
2008
Kinostart (D)

Laufzeit
80 Minuten


FSK



Trailer zum Film

Drehbuch


Musik


Produzent


Regie


Schauspieler
Mehr zur DVD

Fassung wählen:


Laufzeit: 79 Minuten

FSK:


Verkauf ab: 11.12.2009

Verleih ab: 20.10.2009 Bildformat: 1:2.40

Tonformat:

Deutsch
Dolby Digital 5.1

Deutsch
Dolby Digital 2.0

Englisch
Dolby Digital 5.1

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