Filmregisseur und –produzent Adam Shankman adaptierte im Jahr 2007 bereits das Kultmusical „Hairspray“ für die Kinoleinwand. Nun widmet er sich erneut dem Genre und sorgt mit einer grandiosen Kinofassung des Broadway-Musicals „Rock of Ages“ für Begeisterung und gute Laune.
Die erstklassigen Besetzung mit Julianne Hough („Footloose“), Russell Brand („Männertrip“), Tom Cruise („Mission Impossible“), Alec Baldwin (TV-Serie "30 Rock“), Malin Akerman („Selbst ist die Braut“), Paul Giamatti („Shoot 'em up“) sowie Oscar-Preisträgerin Catherine Zeta-Jones („Chicago“) und Filmneuling Diego Boneta sorgen für ausgelassene Stimmung.
Perfekt inszeniert im Stil eines gigantischen Konzerts wird der Kinobesucher auf eine stimmungsvolle Zeitreise in die 1980er, dem Jahrzehnt der fragwürdigen Outfits, angestaubten Moralvorstellungen und schlechter Frisuren, aber sensationeller Musik entführt. Ganz klassisch werden alle Emotionen der Darsteller durch die rockigen Musicalnummern verkörpert, die einen schwer im Kinosessel halten können. Beeindruckend machen die Schauspieler von ihren durchaus passablen Gesangsstimmen Gebrauch und verleiten zum Mitsingen. Julianne Hough verkörpert Sherrie, das naive Mädchen vom Lande, dass von dem musikalischen Durchbruch in Los Angeles träumt. Doch recht schnell muss sie lernen, dass auch dort viele Talente unentdeckt bleiben. Gemeinsam mit ihrem Freund Drew (Diego Boneta) hält sie an ihren Träumen fest. Und tatsächlich siegt am Ende, wie sollte es auch anders sein, die Hoffung. Tom Cruise, der den Durchbruch als Rocksuperstar Stacee Jaxx bereits geschafft hat, brilliert in seiner Rolle als überkandidelter Rocker und gibt mit nacktem Oberkörper, langen Haaren und knallenger Lederhose einfach alles. Humorvoll, selbstironisch und mit einer ordentlichen Portion Musik im Blut, berichtet er von den Schattenseiten der Musikbranche. Natürlich darf auch in diesem Kultmusical der sozialkritische Aspekt nicht fehlen. Und dieser ist, so einfach er auch gestrickt sein mag, ebenfalls amüsant. Catherine Zeta-Jones spricht sich als personifiziertes „Heimchen am Herd“ gegen die Rockmusik aus, um die Jugend zu schützen.
Der Film liefert ein buntes Radio-Potpourri der bekanntesten Playlists der 80er Jahre. Hier werden die Songs von Journey, Starship, Bon Jovi und anderen Bands in eine stimmige Einheit aus Emotionen, Freude am Leben, Hoffnung und dem Verlust von Träumen integriert. Die Handlung ist einfach konzipiert und auch der Ausgang bietet durchaus keine unerwarteten Aspekte, dennoch können die verschiednen Handlungsstränge passend zusammengeflochten werden, um eine stimmige Einheit zu bilden. Und solange die Inszenierung der Songs stimmig ist, und das ist sie in diesem bombastisch lauten und voller Lebensgefühl sprudelnden Film durchaus, kann auch die Handlung einmal zweitrangig werden.
Fazit:
Das perfekt inszenierte und stimmungsgeladene Filmmusical ist ein absolutes Muss für alle Fans und Liebhaber der Musik der 80er Jahre!! Gute Laune garantiert!